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Ein aufgedrehter Hund – Wie kann ich meinen Hund beruhigen?

Ein aufgedrehter Hund – Vor dem Gassi gehen

Besitzt du einen aufgedrehten Hund, der sich egal was man auch macht, sich nicht beruhigen lässt? Aufgedrehte Hunde sind jedoch nicht zu verwechseln mit hyperaktiven Hunden.

Ein übermäßig aufgedrehter Hund möchte durch das Anspringen, an den Ärmeln ziehen, Jaulen, Bellen, Umherspringen oder das in die Leine beißen, deine Aufmerksamkeit. Bei so einem Verhalten müssen wir als Hundehalter darauf achten, das wir den Hund in seinem Verhalten nicht bestärken.

Bevor du mit deinem Hund übst, achte auf deine eigene Ausstrahlung. Solltest du aufgeregt, gestresst, genervt oder wütend sein, ist das nicht der richtige Zeitpunkt um mit seinem Hund zu üben. Es ist wichtig das du, egal was du deinem Hund beibringen möchtest, es immer mit Ruhe machst. Sein eigenes Verhalten, seine Körpersprache, sowie seine Ausstrahlung ist sehr oft die Ursache für ein Fehlverhalten des Hundes.

Sobald du also die nötige Ruhe hast und sie deinem Hund gegenüber auch ausstrahlst, wirkt sich das automatisch positiv auf das Verhalten deines Hundes aus. Als Nächstes solltest du darauf achten deinen Hund zu fordern. Ein ausgeglichener Hund, ist ein zufriedener Hund. Dieser Beitrag könnte dich vielleicht interessieren: Wie viel Auslauf braucht mein Hund oder wann ist ein Hund ausgelastet und wann überfordert?

Ruhiges Verhalten wird belohnt

Viele Hunde neigen dazu völlig durchzudrehen, sobald man die Leine in die Hand nimmt. Sie springen an einem hoch, fangen an zu jaulen oder laufen wie wild hin und her. Ein aufgedrehter Hund, der vor dem Gassi gehen im Dreieck springt, ist meist ein von dem Hundehalter angelerntes Verhalten. Jeder Hund freut sich, wenn man mit ihm Gassi gehen möchte. Der eine mehr, der andere weniger. Wie bereits angesprochen wird oftmals ein unruhiges Verhalten des Hundes, unbewusst von dem Halter verstärkt.

Denn sollte ein Hund mit seinem Verhalten (der Unruhe) sein Ziel erreichen, wird er in diesem Moment dafür belohnt und man erreicht genau das Gegenteil von dem, was man letzten Endes erreichen möchte. Um seinen Hund dieses Verhalten abzugewöhnen, gibt es unterschiedliche Lösungs-Trainingsansätze. 

Die effektivste Methode seinem Hund das Verhalten abzugewöhnen ist, ihm beizubringen das es nichts Besonderes ist, wenn du die Leine holst und ihn anleinst. Hierfür solltest du mehrmals am Tag die Leine in die Hand nehmen, deinen Hund anleinen und ohne das ihr Gassi geht, wieder ableinen. Vielleicht verbindet dein Hund sogar nicht nur die Leine mit dem Gassi gehen.

In diesem Fall ziehst du deine Jacke und Schuhe an, leinst ihn an und wieder ab. Diese Methode ist sehr effektiv. Benötigt jedoch ein wochenlanges Training, bis es sitzt. 

Erst wenn der Hund ruhig ist - Methode 2

Die folgende Methode ist zwar auch effektiv, kann jedoch je nach Hund eine sehr langwierige Angelegenheit werden.

  • Verweise deinen Hund (ohne Worte) auf seinen Platz, den er nicht verlassen soll und darf. Wenn nötig, führe ihn ruhig und bestimmt, wieder zurück auf seinen Platz.
  • Nehme die Leine in die Hand, ziehe deine Jacke* an und setze dich dann wieder hin. Schau deinem Hund nicht in die Augen und beachte ihn nicht.
  • Erst wenn dein Hund sich komplett beruhigt hat, stehst du ruhig und ohne ein Wort zu sagen auf, gehst in die Knie, lässt deinen Hund zu dir kommen und leinst ihn an.
  • Wenn sich dein Hund jetzt wieder aufdreht, leinst du ihn ab, verweist ihn wieder auf den Platz, setze dich wieder hin, bis er sich beruhigt hat.

Hier kann es einige Minuten und Wiederholungen dauern, bis es einigermaßen funktioniert und dein Hund begriffen hat, das du etwas von ihm möchtest. Diese Übung soll deinem Hund gleich am Anfang des Spaziergangs klar machen, dass ein ruhiger Zustand belohnt wird und du die Regeln für den Spaziergang festlegst. Sollte dein Hund aufgehört haben zu hecheln, gehst du mit ihm ruhig und bestimmt aus der Wohnung. Bis es perfekt funktioniert kann es Tage, beziehungsweise Wochen dauern. Wichtig ist hier, dass du nicht mit ihm vor die Tür gehst, solange er aufgedreht ist.

*Anmerkung zum Gassi gehen: Ein aufgedrehtes und spielerisches Verhalten, sowie ein Ziehen an der normalen Führleine sollten gleich unterbunden werden. Das Spielen an der Leine ist nur bei dem Training an der Schleppleine erlaubt.


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